Sprache

Eine Sprache verstehen und diese aktiv anzuwenden sind zwei vollkommen verschiedene Leistungsanforderungen. Das hat jeder schon einmal erlebt, der/die im Urlaub sich schon mal an der Landessprache versucht hat. Für Auszubildende mit Fluchthintergrund kommt dann noch hinzu, dass sie sich dauerhaft im fremdsprachigen Ausland befinden und nicht nur Brötchen vom Bäcker kaufen möchten, sondern in der Arbeit mit komplizierter (Fach-)Sprache zu tun haben. Damit wird klar, dass sich die in der Ausbildung gesprochene Sprache und zu lernende Fachsprache entscheidend auf den Erfolg der Ausbildung einwirken.

Aus der Wissenschaft

Der (Fach-)Spracherwerb stellt gerade für Personen mit Fluchthintergrund den dringendsten Unterstützungsbedarf dar. Fast jede bzw. jeder Zweite äußert den Wunsch nach mehr Unterstützung in diesem Bereich. Auch Geflüchtete, die bereits in ausbildungsvorbereitenden Maßnahmen unterstützt worden waren, wünschten sich dies immerhin 43 Prozent.

Quellen zum Weiterlesen:
Matthes et al. 2016: Junge Geflüchtete auf dem Weg in Ausbildung

Erkennen und Handeln

Sprachlücken können schon beim wiederholten Falschgebrauch von Begriffen aus dem Arbeitswerkzeug ans Tageslicht kommen. Häufen sich diese z.B. mit Artikulations- und Leseproblemen, deutet dies auf Sprachlücken bei Auszubildenden hin.

Quellen zum Weiterlesen:
Alt, C./Granato, M. 2001: Chancengleichheit von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der Beruflichen Ausbildung verwirklichen

Weitere Informationen und Methoden/Instrumente zum Themenbereich

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